RK-Träger des Regiments

Albrecht Schnitger


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Oberfeldwebel Albrecht Schnitger diente in der 6. Kompanie des IR 18.

Er bekam das Ritterkreuz am 07.10.1942 verliehen.

Ofw. Schnittger erhielt am 27.09.42 den Auftrag bei der Stellung "Seidenfabrik" am NO. Rand von Rshew mit seiner Kampfgruppe und zwei zugeführten Panzern den Feind aus der "Seidenfabrik" hinauszuwerfen und die alte H.K.L. zurückzugewinnen.

Er beschrieb den Ablauf des Unternehmens aufgrund dessen er das RK erhielt später so:

Im Schutze der Artillerie, die Nebel schießt und dem Gegner die Sicht versperrt, sind wir robbend, kriechend und springend bis auf 50-70 m an den Gegner herangekommen. Die Splitter unserer Artl. sausen bis zu uns herüber - aber das muss in Kauf genommen werden. Der Russe hat uns erkannt und bedeckt uns mit MP- und Gewehrfeuer. Nun rollen unsere stählernen Helfer vor bis mitten in die Russenstellung und zusammen mit ihnen bricht der erste Stoßtrupp ein...

Ein wildes durcheinander!! - Nebel- Detonationen von Handgranaten - das Fauchen der Panzer und das Ballern ihrer Kanonen - Schreien und Kommandos der Russen - und unser eigenes Kriegsgeheul - Hurraaaa!!

Aus den Feuerschlünden von 2 Flammenwerfern schlagen uns die roten Flammen entgegen - aber nicht lange, dann haben wir sie mit Handgranaten unschädlich gemacht...

Um 16.30 rollt die linke Gruppe des Stoßtrupps den Graben auf...

Die rechte Gruppe ist nicht vorgekommen. Die Russen wehren sich dort heftig...

Der Nebel hat sich inzwischen verzogen. Die eigenen Panzer müssen zurück in Deckung fahren, da am Waldrand 2 Russenpanzer aufkreuzen. "Wir müssen es allein schaffen."

2 Mann vom Nachschubtrupp haben 2 Wäschebeutel mit Handgranaten herangeschafft und das ist unser Trumpf. Mit noch einem Mann springe ich auf die Grabenstellung und dann zischt Handgranate auf Handgranate in den Russengraben...

Drei Mann sind in den Zugangsgraben gesprungen und rollen ihn auf wie einen Teppichläufer...

Bunker und Stellungen werden durchsucht und sofort zur Abwehr eingerichtet. der gegner verlor bei diesem Unternehmen 90 Tote und Verwundete, dazu 20 Gefangene und 2 Flammenwerfer. Die eigene Stärke betrug: 3 Unteroffiziere und 12 Mann und 2 Nachschubtrupps, 2 l M.G., M.P., Gewehre und 200 Handgranaten!"
Albrecht Schnitger fiel am 13.03.1943.

 

Wortlaut und Bild stammen aus der Regimentsgeschichte des I.R. 18

 

 

Carl Becker


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Carl Hans Wilhelm Ludwig Becker wurde am 16.01.1895 in Varel/Oldenburg geboren trat am 09.08.1914 als Fahnenjunker dem Jäger-Ersatz-Bataillon 10 bei.
Von dort wird er am 01.09.1914 ins Reserve-Jäger-Bataillon versetzt, um am 12.09.1914 zum Hannoverschen Jäger-Bataillon Nr. 10 ins Feld an die Westfront versetzt zu werden.
Dieses kommandiert ihn vom 07.03.1915 bis zum 23.04.1915 zu einem Offiziers-Lehrkurs und versetzt ihn dann, unter gleichzeitiger Beförderung zum Leutnant, am 08.05.1915 ins Oldenburgische Infanterie-Regiment Nr. 91, wo er zunächst Zug und später Kompanieführer wird.
Bei den Kämpfen an der Ostfront wird Becker am 25.06.1915 durch ein Gewehrgeschoss verwundet und begibt sich vom 30.06.1915 bis zum 02.07.1915 in Privatpflege nach Charlottenburg und kehrt am 25.08.1915 zum Regiment zurück, welches sich jetzt an der Westfront befand.
Dort wird Becker am 06.10.1915 durch einen Armstreifschuss erneut verwundet, verbleibt aber bei der Truppe und wird durch den Stabsarzt Dr. Wedekind ärztlich versorgt.
Vom 25.02.1916 bis zum 15.03.1916 zu einem Kompanieführer-Lehrgang zur 19. Infanterie-Division kommandiert, kehrt er zu seinem Regiment zurück und wird dort am 19.06.1916, diesmal wieder an der Ostfront, erneut verwundet und verbringt die Zeit bis zu  02.07.1916 im Feldlazarett Warschau und danach im Reserve-Lazarett St. Georgs-Haus I, Station 6 in Leipzig, wo er am 05.09.1916 schließlich entlassen wird.
Becker gehörte danach zum I. Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 91 und wird von dort am 03.10.1916 zum Infanterie-Regiment überwiesen. Dort am 07.10. an der Ostfront eingetroffen übernimmt er den Posten des Kompanieführers der 4. Kompanie. Wieder an die Westfront verlegt, wird Becker dort am 10.10.1917 nördlich Beaumont verwundet und befindet sich so vom 14.10.1917 bis zum 25.10.1917 im Vereinslazarett des Heinrich-Lanz-Krankenhauses in Mannheim. Nach seiner Genesung ab dem 27.10.1917 wieder beim I. Ersatz-Bataillon des Regiments, kehrt er am 17.11.1917 zu seinem Regiment ins Feld zurück und übernimmt dort am 20.11.1917 wieder die Führung der 4. Kompanie. Als solcher wird er am 17.04.1918 bei Hangard schwer verwundet und befindet sich zunächst im Reserve-Lazarett Barmen, dann im Vereinslager Cäcilienhaus in Charlottenburg und dann im Reserve-Lazarett Barmen.
Am 10.06.1919 wird er Leiter der Versorgungsabteilung des Regiments 91 und kommt am 26.06.1919 in ambulante Behandlung im Reserve-Lazarett I in Oldenburg. Am 30.06.1919 befindet er sich in der Auflösungsstelle des I. Bataillons seines Regiments und wird vom 07.08.1919 bis zum 02.09.1919 stellvertretender Adjutant der Abwicklungsstelle.
Am 11.10.1919 wird Becker ohne Gebührnisse zur Sicherheitspolizei Mecklenburg-Stettin  beurlaubt, wo er zuletzt den Rang eines Polizei-Majors besetzt.
Am 27.03.1920 wird er mit Char. als Oberleutnant und mit Erlaubnis zum Tragen der Uniform des Infanterie-Regiments 91 aus dem Heer entlassen.
Am 10.10.1934 wird er mit Wirkung zum 15.10.1934 als Hauptmann beim Infanterie-Regiments Osnabrück angestellt und der 3. Kompanie in Lingen zugeteilt. Am 15.10.1934 erfolgte dann die Ernennung zum Chef der 3. Kompanie des Infanterie-Regiments 37 und vom 03.12.1936 bis zum 19.12.1936 ein Stabsoffiziers-Lehrgang bei der 6. Division. Weiterhin erfolgte am 01.11.1935 die Beförderung zum Major
Mit Wirkung zum 01.02.1937 wird Becker zum Kommandeur des III. Bataillons ernannt und am 01.08.1938 zum Oberstleutnant befördert. Mit seinem Bataillon nimmt Becker an der Sicherung des Westwalls teil und kommt am 10.05.1940 in die Führer-Reserve der 6. Infanterie-Division, um dort als Führer von Vorrausabteilungen während des Frankreich-Feldzuges Verwendung zu finden.
Ab dem 23.06.1940 ist er z.b.V. der 6. Infanterie-Division und wird dann, am 24.09.1940, in die Führer-Reserve des OKH versetzt. Dort wird er mit Wirkung zum 10.12.1940 zum Kommandeur des Infanterie-Regiments 18 ernannt. Mit seinem Regiment nimmt Becker am Einmarsch in die Sowjetunion teil, wird dort am 01.08.1941 zum Oberst befördert und am 04.08.1941 zum Ritterkreuz eingereicht, was jedoch abgelehnt wurde.
Nachdem am 17.08.1942 gegen 18.00 Uhr dem Gegner nordostwärts des Stadtrands von Rshew ein Einbruch mit 4 Divisionen gelang. Lediglich das I. Bataillon des Infanterie-Regiments 430 war zunächst greifbar und als Oberst Becker über den Einbruch informiert wurde, begab sich dieser sofort in den Kampfraum. Unterwegs geriet er an bereits durchgebrochene feindliche Einheiten und wies eine gerade eingetroffenen Kompanie des Bataillons ein und setzte zum Gegenstoß an. Eigene Artillerie wies er neue Feuerräume in und vor der Einbruchsstelle zu, sammelte versprengte Einheiten und führte diese wieder vor. Bis zum Abend wurden alle Angriffe abgewehrt, sowie die alte HKL zurückerobert. Becker verhinderte so das Aufrollen der eigenen HKL, die Inbesitznahme der Wolga-Brücken und das Abschneiden der 6. Infanterie-Division. Becker war zu diesem Zeitpunkt als Kommandant der Stadt Rshew eingesetzt. Für das Halten der Stadt erhielt er am 29.10.1942 das Ritterkreuz.
Am 01.01.1943 in die Führer-Reserve versetzt, wobei er ins Führer-Hauptquartier in Marsch gesetzt wurde um sich bei Generalmajor Burgdorf zu melden. Dort wird er dann bis zum 17.01.1943 mit der stellvertretenden Führung der 2. Luftwaffen-Feld-Division beauftragt. Außerdem wird er am 01.02.1943 als Oberst und ehem. Kommandeur des Grenadier-Regiments 18 am 01.02.1943 zum Eichenlaub vorgeschlagen, was jedoch erneut abgelehnt wurde.
Am 18.01.1943 übernahm Becker die Führung der 253. Infanterie-Division und wird unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalmajor am 01.04.1943 Kommandeur dieser Division. Am 01.10.1943 erfolgte dann die Beförderung zum Generalleutnant. In der Folge werden die Division und Becker zweimal im Wehrmachtsbericht genannt (24.10.1943 und 10.10.1944).
Als am 10.03.1945 der Gegner im Raum beiderseits Schwarzwasser - südostwärts Skotschau mit erdrückender Überlegenheit angriff, schlug Becker die Angriffe auf die HKL ab. Der Angriff des Gegners war der Division bekannt und so liess Becker die vordersten Stellungen kaum besetzten, wodurch das feindliche Artilleriefeuer keinen Schaden anrichten konnte.
Becker geriet am 09.05.1945 im Protektorat Böhmen und Mähren in sowjetische Gefangenschaft, aus der er am 12.10.1955 entlassen wurde.
Carl Becker verstarb am 24. März 1966 in Heidelberg.


Wortlaut und Bild stammen von der Homepage
Die Ritterkreuzträger der deutschen Wehrmacht und Waffen SS
1939-1945


Stefan-Heinrich Höke


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Stefan Heinrich Höke wurde am 24. 10. 1905 in Essen-Bredeney geboren, er absolvierte die Heeresfachschule für Verwaltung und Wirtschaft, 1924 trat er ins Infanterieregiment 18 (6. Infanteriedivision) ein und 1933 erfolgte seine Beförderung zum Oberleutnant und 1937 die zum Hauptmann.

Mit dem Infanterieregiment 18 nahm er an den Feldzügen in Polen, Frankreich und Rußland teil, als Major und Kommandeur des II. /IR 18 wurde er am 13. 5. 1942 mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet, 1943 zum Oberstleutnant befördert, wurde er Kommandeur des nunmehrigen Grenadierregiments 18, als im Juli 1943 südlich von Orel das Vorgehen seines Regiments infolge starker Flankierung zu stocken drohte, brachte er, auf einem Sturmgeschütz stehend, den Angriff in vorderster Linie wieder in Fluss, persönlich stürmte er in erbitterndem Häuserkampf mit nur wenigen seiner Grenadiere eine vom Feind zu einem starken Stützpunkt ausgebaute Ortschaft, hierfür wurde ihm am 28.7.1943 das Ritterkreuz verliehen und wurde am 1. 9. 1943 zum Oberst befördert.
Stefan-Heinrich Höke fiel am 28. 6. 1944 bei Bobruisk.


Wortlaut und Bild stammen von der Homepage
Die Ritterkreuzträger der deutschen Wehrmacht und Waffen SS
1939-1945

Beiträge zu den anderen RK-Trägern sind noch im Aufbau


 

 

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